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Elizabeth Ortiz-Ulbricht (Mexiko)

»Dresden, wo alle Kulturen ein Zuhause finden!«

Im August 2001 habe ich mich für ein soziales Jahr bei einer internationalen Organisation der UNESCO beworben. Als ich erfuhr, dass ich nach Deutschland kommen sollte, dachte ich … Oh Gott! Deutschland - zu kalt, zu grau, zu viele Kartoffeln, sehr zurückhaltende und verschlossene Menschen. Gleich nach meiner Ankunft in Dresden bin ich an der Elbe entlang spazieren gegangen. Ich hatte bereits viel über die Architektur Dresdens gelesen aber die Realität hat dann alles übertroffen, so schön und beeindruckend, so einzigartig fand ich alles... Die Altstadt mit der Oper, die Brühlsche Terrasse mit seinem perfekt gepflegten Bäumchen, die fantastische Aussicht von der Barockstadt hat mich verführt … ich glaube, ich war total verliebt in diese Stadt!!!!

Damals konnte ich noch kein Deutsch, und in den ersten Monaten musste ich mein kleines gelbes Wörterbuch überall mit hinnehmen. Die Leute auf der Strasse waren nicht unbedingt sehr geduldig aber immer sehr freundlich, und wenn ich mit einem Lächeln fragte, bekam ich auch eins zurück.

Nach und nach habe ich viele sehr nette Menschen kennen gelernt, immer wieder traf ich Leute, die sich für die lateinamerikanische Kultur oder meine Sprache interessierten. Hmm, typisch Dresden? Doch, die Dresdner sind nett und freundlich, vielleicht auch so offen und kontaktfreudig wie Mexikaner. Allerdings öffnen sie sich nicht so schnell, aber wenn sie es machen, machen sie es aus ganzem Herzen und für immer.

Heute, wenn ich in der Altstadt spazieren gehe, denke ich immer noch am meinen ersten Tag hier, als alles so fremd für mich war. Jetzt sind fast 7 Jahre vergangen und ich fühle mich glücklich in dieser Stadt. Ich habe einen Job als Dozentin an der TU Dresden, gute Freunde und meine große Liebe gefunden und damit auch ein neues Zuhause!

Foto: Elizabeth Ortiz-Ulbricht