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Dr. Rong Xiang und Shengqiang Zhou (China)

»Dresden ist eine grüne Stadt mit einem kühlen Sommer und einem üppigen Herbst.«

Wir, Shengqiang Zhou und meine Frau Rong Xiang, kommen aus China. Wir haben uns während des Physikstudiums an der Bejing Universität in Peking kennen gelernt. Unsere beiden Söhne, Max Dejian Zhou und Paul Wenkang Zhou, sind aber in Dresden geboren.

Meine Frau und ich arbeiten im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD), wo viele ausländische Wissenschaftler zu Themen der Physik, Chemie, Biologie usw. forschen. Im September 2003 nach einer Konferenz in Hamburg erhielten wir eine Einladung, das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf zu besuchen. Das war das erste Mal, dass wir in Dresden waren. Obwohl wir nur zwei Tage blieben, waren wir sehr beeindruckt nicht nur von der herzlichen Atmosphäre der FZD-Kollegen, sondern vor allem auch von der wunderschönen Dresdner Innenstadt. Wir spazierten vom Albertplatz über die Augustutsbrücke zur Brühlschen Terrasse und wir beide waren berauscht von der golden glänzenden Elbe und den schwarzen Sandsteingebäuden in der Abenddämmerung. Ich erinnere mich noch, dass wir uns eine Bockwurst mit Brot teilten, was uns als typischer Dresden-Snack angeboten wurde.

»Nee« für »Nein« und »Nu« für »Ja«.

Nach ungefähr einem Jahr kam meine Frau wunschgemäß ins FZD und 2005 wechselte auch ich von Leuven (Belgien) nach Dresden. Jetzt leben wir in Weissig, einem dörflichen Stadtteil im Nordosten von Dresden. Es ist ein sehr angenehmer Platz zum Leben. Fast alle Nachbarn in unserer Straße, vor allem Großeltern und Familien mit Kindern wie unsere Söhne, kennen uns schon sehr gut. So begrüßen wir gewöhnlich fast jeden Menschen hier, mittlerweile in Deutsch. Natürlich haben wir mittlerweile mehr über die Dresdner gelernt. Der hervorstechendste Charakterzug ist ihre große Liebe zu ihrer Stadt. Die meisten Dresdner sind sehr freundlich gegenüber Ausländern, und man kann von ihnen Hilfe bekommen, solange man braucht.

Außerdem haben wir entdeckt, dass es im Dresdner Alltagsleben notwendig ist, Grundlagen der deutschen Sprache zu beherrschen. Ich erinnere mich, als wir am Anfang noch kein Deutsch sprachen und ich das erste Mal im Netto einkaufen wollte. Leider kannte ich das Wort „Schweinefleisch“ nicht. Können Sie sich vorstellen, wie ich das gemanagt habe? Ich imitierte die Laute eines Schweins.

Mittlerweile haben wir die deutsche Sprache gelernt, können andere Leute verstehen und uns selbst ausdrücken. Natürlich haben die Dresdner wie andere Regionen auch ihren Dialekt. Die nützlichsten Wörter sind: »Nee« für »Nein« und »Nu« für »Ja«. Unser älterer Sohn, Max Dejian, geht in den Kindergarten und lernt Deutsch von Tante Berthie und ihren Freunden. Ich glaube er wird besser deutsch sprechen als wir und wird diese Stadt mögen, wie wir es tun.

Natürlich ist das, was ich erzählt habe weit entfernt von einem Überblick. Dresden ist eine Stadt mit alten Traditionen, mit Moderne und Perspektive und die Stadt ist es wert, dass Sie hier ihre eigenen Erfahrungen machen!

Foto: Shengqiang Zhou