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Ausbildung

Die Ausbildung in Deutschland kann als Berufsausbildung mit oder ohne einen Ausbildungsbetrieb absolviert werden. Derzeit gibt es rund 350 anerkannte Ausbildungsberufe. Die Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt die Bundesagentur für Arbeit. Für ausländische Jugendliche gibt es zusätzlich eine Vorbereitung zur Ausbildung.

Eine Berufsausbildung erfolgt in den Bereichen Industrie und Handel, Handwerk oder Landwirtschaft, im öffentlichen Dienst oder auch bei Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten oder Steuerberatern. Für eine Ausbildung an einer Berufsfachschule ist in der Regel mindestens der Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss notwendig. Weiterhin muss die Aufnahme an eine Berufsfachschule schriftlich bei der Schule beantragt werden. In manchen Fällen ist darüber hinaus ein Aufnahmeverfahren zu absolvieren. Ausländische Jugendliche können Vorbereitungsklassen, welche berufspraktische Aspekte vermitteln, besuchen. Diese Vorbereitungsklassen bereiten die Aufnahme der Berufsbildung sowie den Erwerb eines höheren Bildungsabschlusses sprachlich vor. Hat der Jugendliche keinen Ausbildungsplatz erhalten, so hat er die Möglichkeit, ein Berufsvorbereitendes Jahr, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder Vorbereitungsklassen mit berufspraktischen Aspekten zu besuchen.

Berufsausbildung in einem Ausbildungsbetrieb

Die Berufsausbildung findet hierbei sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufschule statt (duales System). Sie dauert drei bis dreieinhalb Jahre und wird durch Abschlussprüfungen beendet. Vor Beginn der Berufsausbildung wird ein Berufsausbildungsvertrag schriftlich niedergelegt. Ist der Auszubildende noch nicht volljährig, also unter 18 Jahren, unterschreiben auch die gesetzlichen Vertreter den Vertrag. Außerdem muss er eine Bescheinigung der Erstuntersuchung bei dem Arbeitgeber vorlegen. Diese Untersuchung wird beim Arzt kostenlos durchgeführt und darf nicht älter als 14 Monate sein. Die Erstuntersuchung soll den Gesundheits- und Entwicklungsstand sowie die körperliche Beschaffenheit des Jugendlichen beurteilen. Zu Beginn der Berufsausbildung wird die Lohnsteuerkarte bei dem ausbildenden (Unternehmen) vorgelegt. Ausländische Jugendliche legen dem Ausbildungsbetrieb neben den oben genannten Formularen die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis vor.

Das ausbildende Unternehmen meldet den Auszubildenden bei der Berufsschule und bei der Sozialversicherung an, denn mit Beginn der Lehrausbildung unterliegt der Auszubildende der Sozialversicherungspflicht, das heißt, er hat eine Versicherungspflicht bei der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung.

Berufsausbildung ohne einen Ausbildungsbetrieb

Die Berufsausbildung ohne einen Ausbildungsbetrieb ist an Berufsfachschulen möglich. Derzeit können dabei ca. 40 verschiedene Berufsabschlüsse erworben werden. Bei der Bewerbung an einer Berufsfachschule sind in der Regel ein tabellarischer Lebenslauf sowie das letzte Zeugnis beizufügen. Die Dauer der Ausbildung liegt zwischen einem und drei Jahren. Die Ausbildung selbst wird durch eine Abschlussprüfung beendet.

Auszubildende aus dem Ausland müssen einen Nachweis über den Realschulabschluss oder einem gleichwertigen Abschluss erbringen. Weiterhin ist eine Aufenthaltserlaubnis oder der Nachweis des bewilligten Visums einzureichen. Unter Umständen ist es möglich, dass Berufsfachschulen einen Deutschtest durchführen.

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