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Studieren in Dresden

Dresden ist nicht nur ein bedeutender Kultur- und Wirtschafts- standort in Deutschland, sondern mit zehn Hochschulen auch eine wichtige und beliebte Studienstadt, die sich durch die zentrale Lage der Lehrgebäude, die hervorragende Vernetzung zu Forschung und Wirtschaft und das kostengünstige Studentenleben auszeichnet.

Dresden ist eine der wichtigsten Studienstädte Deutschlands. Zur Zeit sind ca. 40.000 Studenten in zehn Hochschulen, zwei Studienakademien und zwölf Berufsschulzentren immatrikuliert. Eine große Vielfalt an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten steht zur Verfügung: Ingenieurwissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften, Tanz, Kunst und Musik. Die Dresdner Hochschulen können internationale Standards nachweisen: eine hochmoderne Ausstattung der Lehrgebäude, Bachelor- und Master-Abschlüsse und eine gute Vernetzung mit internationalen Hochschulen.

Die Dresdner Studenten profitieren von den guten Kontakten zwischen den Hochschulen, den Dresdner Forschungseinrichtungen und der lokalen Wirtschaft. Dadurch haben die Studenten in Dresden leichten Zugang zu Praktika, Diplomarbeiten oder Weiterbildungen.

Studienarten

Ausländische Studenten, die an einer deutschen Universität immatrikuliert sind und einen deutschen Hochschulabschluss absolvieren wollen, entscheiden sich für ein Vollzeitstudium. Wollen Sie nur für eine kürzere Zeit (ein bis zwei Semester) an einer deutschen Hochschule studieren, dann ist ein Teilstudium das Richtige. Bei einem Teilstudium erhält der ausländische Studierende keinen Studienabschluss, sondern eine Anerkennung von Studienleistungen (Credits).

Für die Anmeldung an einer deutschen Hochschule ist der Nachweis der Hochschulreife notwendig (Abiturabschluss). Haben Sie ein Zeugnis aus dem Ausland, dann sollten Sie überprüfen, ob es mit einer Hochschulberechtigung gleichzusetzen ist. Ist das nicht der Fall, dann gibt es die Möglichkeit, die Hochschulberechtigung nachträglich im so genannten "Studienkolleg" zu erwerben. Die Ausbildung im Studienkolleg dauert zwei Semester und ist kostenfrei.

Hinweis: In der Regel ist eine Übersetzung der Zeugnisse und Zertifikate für die Bewerbung notwendig. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der TUDIAS:

Eine Berufsausbildung erfolgt in den Bereichen Industrie und Handel, Handwerk oder Landwirtschaft, im öffentlichen Dienst oder auch bei Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten oder Steuerberatern. Für eine Ausbildung an einer Berufsfachschule ist in der Regel mindestens der Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss notwendig. Weiterhin muss die Aufnahme an eine Berufsfachschule schriftlich bei der Schule beantragt werden. In manchen Fällen ist darüber hinaus ein Aufnahmeverfahren zu absolvieren. Ausländische Jugendliche können Vorbereitungsklassen, welche berufspraktische Aspekte vermitteln, besuchen. Diese Vorbereitungsklassen bereiten die Aufnahme der Berufsbildung sowie den Erwerb eines höheren Bildungsabschlusses sprachlich vor. Hat der Jugendliche keinen Ausbildungsplatz erhalten, so hat er die Möglichkeit, ein Berufsvorbereitendes Jahr, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder Vorbereitungsklassen mit berufspraktischen Aspekten zu besuchen.

Berufsausbildung in einem Ausbildungsbetrieb

Die Berufsausbildung findet hierbei sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufschule statt (duales System). Sie dauert drei bis dreieinhalb Jahre und wird durch Abschlussprüfungen beendet. Vor Beginn der Berufsausbildung wird ein Berufsausbildungsvertrag schriftlich niedergelegt. Ist der Auszubildende noch nicht volljährig, also unter 18 Jahren, unterschreiben auch die gesetzlichen Vertreter den Vertrag. Außerdem muss er eine Bescheinigung der Erstuntersuchung bei dem Arbeitgeber vorlegen. Diese Untersuchung wird beim Arzt kostenlos durchgeführt und darf nicht älter als 14 Monate sein. Die Erstuntersuchung soll den Gesundheits- und Entwicklungsstand sowie die körperliche Beschaffenheit des Jugendlichen beurteilen. Zu Beginn der Berufsausbildung wird die Lohnsteuerkarte bei dem ausbildenden (Unternehmen) vorgelegt. Ausländische Jugendliche legen dem Ausbildungsbetrieb neben den oben genannten Formularen die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis vor.

Das ausbildende Unternehmen meldet den Auszubildenden bei der Berufsschule und bei der Sozialversicherung an, denn mit Beginn der Lehrausbildung unterliegt der Auszubildende der Sozialversicherungspflicht, das heißt, er hat eine Versicherungspflicht bei der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung.

Berufsausbildung ohne einen Ausbildungsbetrieb

Die Berufsausbildung ohne einen Ausbildungsbetrieb ist an Berufsfachschulen möglich. Derzeit können dabei ca. 40 verschiedene Berufsabschlüsse erworben werden. Bei der Bewerbung an einer Berufsfachschule sind in der Regel ein tabellarischer Lebenslauf sowie das letzte Zeugnis beizufügen. Die Dauer der Ausbildung liegt zwischen einem und drei Jahren. Die Ausbildung selbst wird durch eine Abschlussprüfung beendet.

Auszubildende aus dem Ausland müssen einen Nachweis über den Realschulabschluss oder einem gleichwertigen Abschluss erbringen. Weiterhin ist eine Aufenthaltserlaubnis oder der Nachweis des bewilligten Visums einzureichen. Unter Umständen ist es möglich, dass Berufsfachschulen einen Deutschtest durchführen.

Studienabschlüsse

Diplom

Vier- bis fünfjähriger Studiengang, welcher aus einem Grundstudium (Grundlagen des Faches) und einem Hauptstudium (Spezialisierung) besteht. Im letzten Semester nach den Abschlussprüfungen wird eine Diplomarbeit geschrieben. Ein Diplom wird traditionell in den Natur- und Ingenieurwissenschaften verliehen.

Magister Artium

In Studienaufbau und -dauer dem Diplomstudium ähnlich. Es werden jedoch zwei Hauptfächer oder ein Hauptfach mit zwei Nebenfächern studiert. In den letzten beiden Semestern werden die Magisterarbeit und -prüfungen geschrieben. Magistertitel sind in den Geistes- und Sozialwissenschaften verbreitet.

Staatsexamen

Der Abschluss für Lehrer, Juristen und Ärzte. Nach dem ersten Studienabschnitt wird das erste Staatsexamen geschrieben. Gegebenenfalls wird ein zweites Staatsexamen nach einer praktischen Tätigkeit geschrieben.

Bachelor und Master

Nach dreijährigem Studium erster berufsqualifizierender Abschluss als Bachelor. Nach weiteren ein bis zwei Jahren folgt der Masterabschluss mit Masterarbeit.

Hinweis: Diplom, Magister, Staatsexamen und Master sind akademisch gleichwertige Abschlüsse, die zur Promotion berechtigen.

Krankenversicherung

Während eines Studienaufenthaltes in Deutschland ist der Abschluss einer Krankenversicherung notwendig. EU-Bürger benötigen von ihrer Krankenversicherung im Heimatland eine EU-Versicherungsbescheinigung, die sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland vorlegen müssen. Die Krankenkasse erteilt einen Versicherungsnachweis, der beim Akademischen Auslandsamt gereicht wird.

Studierende, deren Heimatland nicht der EU angehört, müssen sich eigenständig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Ist das 30. Lebensjahr überschritten, müssen sie eine private Krankenvollversicherung für Studenten abschließen. Eine Reisekrankenversicherung des Heimatlandes wird nur für einen Zeitraum von drei Monaten anerkannt.

Studienvisum

Studienbewerber der EU-Länder

EU-Bürger benötigen weder für die Einreise noch für das Studium ein Visum. Es besteht lediglich Meldepflicht, d.h. sie müssen sich innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Ankunft bei der Ausländerbehörde in Dresden vorstellen und eine Aufenthaltsbewilligung beantragen.

Studienbewerber der Nicht-EU-Länder

Ausländische Studenten aus Nicht-EU-Ländern unterliegen der Visumspflicht. Sie müssen ein Studienvisum bei der deutschen Auslandsvertretung in ihren Heimatländern beantragen. Dafür benötigen sie den Zulassungsbescheid der Universität, den Nachweis über eine Krankenversicherung sowie ein Finanzierungsnachweis für die Studiendauer. Die vollständigen Unterlagen werden anschließend bearbeitet, und nach Zustimmung der deutschen Ausländerbehörde wird das Studienvisum erteilt.
Wenn die Zulassung der deutschen Hochschule noch nicht vorhanden ist oder der Student sich noch nicht für das Studium festgelegt hat, dann muss ein „Visum für Studienbewerber“ beantragt werden. Dieses Visum hat eine zeitlich beschränkte Gültigkeit von drei Monaten. Nach erfolgreicher Hochschulzulassung kann dieses Visum in eine Aufenthaltsbewilligung für Studienzwecke umgewandelt werden.

Hinweis: Ein Touristenvisum kann in Deutschland nicht in ein Studienvisum umgewandelt werden. (Einzige Ausnahme: Staatsbürger aus den USA und der Schweiz)