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https://welcome.dresden.de/de/aufenthaltsrechte/aufenthaltserlaubnis/familiennachzug.php 09.09.2019 11:14:32 Uhr 17.09.2019 22:39:17 Uhr
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Familiennachzug

Haben Sie ein Aufenthaltsrecht im Bundesgebiet inne, kann nach den Vorgaben des § 30 AufenthG Ihrer Ehegattin, Ihrem Ehegatten oder nach § 32 bzw. § 33 AufenthG Ihrem Kind eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden.

Folgende Voraussetzungen sind für dieses Aufenthaltsrecht zu erfüllen:

  • Die nachziehende Ehegattin oder der nachziehende Ehegatte muss
    • das 18. Lebensjahr vollendet haben und
    • sich mindestens auf einfache Art in deutscher Sprache (Niveau A1) verständigen können.
  • Zudem
    • müssen Sie seit zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis innehaben, die zu einer Niederlassungserlaubnis führen kann (Achtung: eine Aufenthaltserlaubnis als Studentin oder Student nach § 16 AufenthG führt nicht zu einer Niederlassungserlaubnis!) oder
    • muss Ihre Ehe vor Erteilung Ihrer Aufenthaltserlaubnis geschlossen worden sein und Ihr Aufenthalt im Bundesgebiet voraussichtlich über ein Jahr betragen.

Wenn Sie Inhaberin oder Inhaber einer Blauen Karte EU oder einer Aufenthaltserlaubnis als Forscherin oder Forscher sind, gelten vereinfachte Anforderungen zum Nachzug.

  • Nachziehende Kinder müssen für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis minderjährig sein.
  • Weiterhin müssen beide Elternteile oder muss der allein personensorgeberechtigte Elternteil einen Aufenthaltstitel besitzen.

Ist Ihr minderjähriges Kind zum Zeitpunkt des Nachzuges älter als 16 Jahre und verlegt seinen Lebensmittelpunkt nicht gemeinsam mit Ihnen als Eltern oder allein personensorgeberechtigten Elternteil ins Bundesgebiet, kann der Nachzug nur erfolgen, wenn Ihr Kind die deutsche Sprache beherrscht oder seine Integration im Bundesgebiet gewährleistet ist.

Ihre volljährigen Kinder können nur nach den Voraussetzungen des § 36 Absatz 2 AufenthG eine Aufenthaltserlaubnis zum Nachzug erhalten, wenn eine außergewöhnliche Härte vorliegt. Gleiches gilt für sonstige Familienmitglieder, die nicht Ehegatten oder Kinder von Ihnen sind.

Bitte beachten Sie:

Bei einem Aufenthaltsrecht zum Familiennachzug sind die ausländischen Heirats- oder Geburtsurkunden zu prüfen. Sie müssen gegebenenfalls Überbeglaubigungen in Form einer Legalisation oder Apostille aufweisen. Welche Form für Ihre Urkunden erforderlich ist, können Sie anhand des Haager Apostillenabkommens oder auf der Website der deutschen Botschaft in dem Land der Urkundenausstellung prüfen. In manchen Ländern (z. B. Indien) gibt es keine Überbeglaubigungen. Dort nimmt ggf. eine Vertrauensanwältin oder ein Vertrauensanwalt eine Prüfung der Echtheit der Urkunde vor. Bitte klären Sie diesen Punkt bei der Visumbeantragung mit der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter der deutschen Botschaft.

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