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https://welcome.dresden.de/de/aufenthaltsrechte/aufenthaltserlaubnis/forschung-kurzfristige-mobilitaet.php 09.09.2019 11:14:01 Uhr 17.09.2019 23:37:41 Uhr
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© Foto: Pixabay

Forschung und kurzfristige Mobilität für Forscherinnen und Forscher

Dieser Aufenthaltstitel wird für eine Tätigkeit als Forscherin oder Forscher erteilt und gehört damit in den Abschnitt „Erwerbstätigkeit“.

Bitte beachten Sie:

Wenn Sie als Staatsangehörige oder -angehöriger Andorras, Brasiliens, El Salvadors, Honduras‘, Monacos oder San Marinos im Bundesgebiet mehr als 90 Tage tätig werden möchten, benötigen Sie zur Einreise ein Visum! Der visumfreie Aufenthalt und die Einholung eines Aufenthaltstitels im Bundesgebiet sind nur erlaubt, wenn Sie keine Erwerbstätigkeit ausüben wollen.

Folgende Voraussetzungen müssen Sie für dieses Aufenthaltsrecht erfüllen:

Sie

  • verfügen über einen Doktorgrad oder einen Hochschulabschluss, der Ihnen den Zugang zu Doktoratsprogammen ermöglicht und
  • halten sich zum Zweck der Forschung im Bundesgebiet auf
    (Forschung ist laut Definition der europäischen Richtlinie 2016/801: die systematisch betriebene, schöpferische Arbeit mit dem Zweck der Erweiterung des Wissensstands, einschließlich der Erkenntnisse über den Menschen, die Kultur und die Gesellschaft, sowie der Einsatz dieses Wissens mit dem Ziel, neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden),
  • schließen eine Aufnahmevereinbarung oder einen entsprechenden Vertrag zur Durchführung eines Forschungsvorhabens mit einer anerkannten Forschungseinrichtung ab und
  • können Ihren Lebensunterhalt und auch den Ihrer Familie finanzieren (z. B. durch eigene Mittel, ein Stipendium oder ein Arbeitsverhältnis mit der Forschungseinrichtung).

Auch Forscherinnen und Forschern soll mehr Mobilität in der EU eingeräumt werden. § 20a AufenthG und § 20b AufenthG regeln die Voraussetzungen für diese Verfahren.

Wenn Sie als Forscherin oder Forscher einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Forschung in einem Mitgliedsstaat der EU nach der sogenannten REST-Richtlinie (2016/801) innehaben, benötigen Sie keinen weiteren Aufenthaltstitel, um für maximal 90 Tage innerhalb von 180 Tagen an einer Forschungseinrichtung im Bundesgebiet zu forschen. Ihre aufnehmende Forschungseinrichtung muss darüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Mitteilung machen (§ 20a AufenthG).

Wollen Sie als Forscherin oder Forscher mit einem Aufenthaltstitel zum Zweck der Forschung aus einem anderen Mitgliedsstaat der EU nach der sogenannten REST-Richtlinie (2016/801) mehr als 180 Tage bis zu maximal einem Jahr im Bundesgebiet forschen, können Sie das Antragsverfahren für einen deutschen Aufenthaltstitel ohne Einholung eines Visums durchführen, solange Ihr ausländischer Aufenthaltstitel gültig ist (§ 20b AufenthG).

Weitere Informationen zu diesem Aufenthaltstitel finden Sie in unserem Entscheidungsblatt.

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