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https://welcome.dresden.de/de/aufenthaltsrechte/aufenthaltserlaubnis/unternehmensinterner-transfer.php 09.09.2019 11:13:40 Uhr 20.11.2019 13:09:38 Uhr
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© Abbildung: Pixabay

Unternehmensinterner Transfer

Diese Aufenthaltserlaubnis basiert auf der europäischen ICT-Richtlinie und regelt Entsendungen ausländischer Führungskräfte, Spezialistinnen, Spezialisten sowie Trainees, die von einem Unternehmen mit Hauptsitz außerhalb der EU in einen Unternehmensteil innerhalb der EU entsendet werden.

Die Entsendung (vorübergehende Abordnung im Rahmen des ursprünglichen Arbeitsvertrages) dieses speziellen Personenkreises ist auf drei Jahre begrenzt und ermöglicht eine größere Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der EU: Als entsendete Mitarbeiterin oder entsendeter Mitarbeiter können Sie sich, ohne ein neues Aufenthaltsrecht zu beantragen, 90 Tage innerhalb von 180 Tagen in anderen EU-Staaten aufhalten und dort in weiteren Unternehmensteilen arbeiten (§ 19c AufenthG) – oder Sie können unter erleichterten Bedingungen für einen längeren Transfer als 90 Tage in einen anderen Mitgliedsstaat der EU umziehen (§ 19d AufenthG).

Bitte beachten Sie:

Liegen die Voraussetzungen für die Erteilung einer ICT-Karte vor, müssen Sie diese auch zwingend beantragen. Es gibt keine Wahlmöglichkeit, um einen anderen Aufenthaltstitel in Anspruch zu nehmen.

Das bedeutet aber auch, dass Sie mit einem Visum für eine ICT-Karte einreisen müssen. Privilegierungen für eine visumfreie Einreise entfallen komplett!

Folgende Voraussetzungen müssen Sie für dieses Aufenthaltsrecht erfüllen:

Sie

  • gehören seit mindestens sechs Monaten einem Unternehmen an, welches seinen Hauptsitz außerhalb der EU hat,
  • werden von diesem Unternehmen in eine unternehmenseigene Niederlassung im Bundesgebiet entsendet oder in die Niederlassung eines Unternehmens, welches derselben Unternehmensgruppe wie Ihr Arbeitgeber angehört,
  • sind Führungskraft, Spezialistin, Spezialist oder Trainee und
  • verfügen über die erforderlichen beruflichen Qualifikationen zur Ausübung dieser Tätigkeiten und
  • sollen für mehr als 90 Tage ins Bundesgebiet entsendet werden.

Weitere Informationen zum notwendigen Verfahren, in welches bei Inanspruchnahme der Mobilität in der EU auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einzubinden ist, finden Sie hier.

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